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Nachdem ich 1998 fast jeden Abend in einem Variété als Pianist gearbeitet und mich daneben intensiv mit der musikalischen Struktur von
Hitparadenstücken auseinandergesetzt hatte, begann ich zu begreifen, was eine Melodie ausmacht und wie ein Groove entsteht. Ich begann mich auch für modalen Jazz zu interessieren und entdeckte für mich weitere
Möglichkeiten einer Auflösung der Tonalität, insbesondere im Impressionismus und in der 12-Ton-Technik. Besonders freute ich mich über nicht-deutsche Anregungen (es waren vor allem französiche und russische), die
meiner Schwere und Ernsthaftigkeit, welche sich beispielsweise in meiner Liebe zu Bach zeigt, etwas entgegenzusetzen vermochten. Anfang 1999 begann ein spielerischer Rausch oder ein rauschendes Spiel, das ich nur
noch bedingt kontrollieren konnte und was zugleich harte Arbeit wurde. Mit der musikalischen vermischte sich die Ausein-andersetzung mit der Welt, in der ich lebe, und mit meinen persönlichen Erfahrungen darin. Das
Ergebnis ist in diese CD eingebrannt.
Paul Riggenbach
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